Gemeinde Limbach

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2. Änderung des Bebauungsplanes „Schlosswiesen“, Ortsteil Limbach – Änderung im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Limbach hat in öffentlicher Sitzung am 26. Juli 2017 in öffentlicher Sitzung beschlossen, den Bebauungsplan „Schlosswiesen“, Ortsteil Limbach, im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB zu ändern.

 

Die Änderung des Bebauungsplans ergibt sich aus folgendem unmaßstäblichen Kartenausschnitt:

Maßgebend ist der Lageplan der Bebauungsplan-Änderung in der Fassung vom 11.07.2017. Der Gemeinderat der Gemeinde Limbach hat dem Plankonzept (BBP-Lageplan i.d.F. vom 11.07.2017, Begründung i.d.F. vom 11.07.2017, Planungsrechtliche Festsetzungen, Örtliche Bauvorschriften, Hinweise vom 11.07.2017 und Fachbeitrag Artenschutz  i.d.F. vom 11.07.2017) in öffentlicher Sitzung am 26. Juli 2017 zugestimmt und die öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB beschlossen.

 

Erforderlichkeit der Planänderung

Anfang des Jahres 2015 wurde die Genehmigung des Antrags auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2015/2016 erteilt. Damit die Gemeinschaftsschule erfolgreich arbeiten und der notwendige Flächenbedarf gedeckt werden kann, ist eine Erweiterung des Schulgebäudes erforderlich.

Das Bauvorhaben liegt innerhalb des Geltungsbereichs des seit 1974 rechtskräftigen Bebauungsplans „Schlosswiesen“, der an dieser Stelle teilweise eine Gemeinbedarfsfläche, Verkehrsflächen und eine Grünfläche ausweist. Der Bebauungsplan "Schlosswiesen" wird deshalb im Bereich des geplanten Standortes geändert.

 

Ziele und Zwecke der Planänderung 

Die Planungsänderung schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Erweiterung des Schulgebäudes und damit zur Realisierung eines zeitgemäßen Anbaus zur Erhaltung und Stärkung der Gemeinschaftsschule und damit des Schulstandortes Limbach.

 

Vorhabensbeschreibung

Die konkrete Objektplanung für den Erweiterungsbau sieht nördlich im unmittelbaren Anschluss an das bestehende Schulgebäude einen zweigeschossigen Baukörper mit einer Gesamthöhe von rund 8,50 m vor. Die Länge des Flachdachbaus beläuft sich auf rund

56 m.

Neben dem Erweiterungsbau ist auch die Verlagerung des Pausenhofs geplant. Bisher wurde der ungeeignete Eingangsbereich Richtung Schlossplatz als Pausenhof genutzt. Durch den neuen Baukörper entsteht im westlichen Bereich der Schule eine Hoffläche, welche zukünftig als Pausenhof genutzt werden soll. Die nördlich angrenzende Wohnbebauung an der Straße „Tiefe Wiesen“ wird durch den Erweiterungsbau vom künftigen Pausenhof abgeschirmt.

Im nördlichen Bereich werden die im Bebauungsplan festgesetzten Nutzungen entsprechend den Planungen geändert. Die Grünfläche wird geringfügig erweitert. Die Verkehrsfläche wird zurückgenommen und stattdessen die Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung Schule erweitert.

Der Wendehammer des Stichwegs „Tiefe Wiesen“ wird Richtung Norden verschoben. Dafür werden bisherige Mischbauflächen in Anspruch genommen. Die Verkehrsfläche wird daher im Süden reduziert und Richtung Westen erweitert. Der südliche Teil der bisherigen

Verkehrsfläche wird ebenfalls als Gemeinbedarfsfläche mit Zweckbestimmung Schule ausgewiesen.

Für den neuen Baukörper wird im nördlichen Bereich die Baugrenze entsprechend den konkreten Objektplanungen erweitert.

Im südlichen Teil des Änderungsbereichs wird die Baugrenze erweitert und das bestehende Schulgebäude nachträglich komplett in die Baufläche einbezogen.

 

Die technische Erschließung des neuen Gebäudes erfolgt über das bestehende Schulgebäude. Auch die verkehrliche Erschließung erfolgt weiterhin über die vorhandenen Zuwegungen über die Muckentaler Straße.

 

Umfang der Planänderung

Im Zuge der Planänderung werden folgende planungsrechtliche Festsetzungen zur Umsetzung der dargelegten Ziele geändert bzw. neu festgesetzt:

  • Ausweisung einer Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung "Schule" im Bereich der Verkehrsfläche im Norden des Änderungsbereichs.
  • Erweiterung des Baufelds im nördlichen Änderungsbereich. Festsetzung von hohen Grund- und Geschossflächenzahlen sowie einer großzügigen Gebäudehöhe von 9 m, um für die konkrete Objektplanung noch ausreichend Spielraum zu bieten.
  • Erweiterung des Baufelds im südlichen Änderungsbereich, um das bestehende Schulgebäude nachträglich komplett in das Baufeld einzubeziehen.
  • Anpassung der Verkehrsfläche im Norden des Plangebietes.
  • Festsetzung von Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft.

 

Im Zuge der Planänderung werden folgende örtlichen Bauvorschriften zur Umsetzung der dargelegten Ziele geändert bzw. neu festgesetzt:

  • Festlegung der Dachform und Dachneigung aufgrund der konkreten Objektplanung.
  • Ausschluss von grellen, glänzenden oder stark reflektierenden Materialen und Farben für Fassaden und die Dachdeckung, um Blendwirkungen zu vermeiden.
  • Festsetzung von Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft.

 

Darüber hinaus wurden zu den Themen Bodenfunde, Altlasten, Bodenschutz und Grundwasserfreilegung Hinweise in die Bebauungsplanänderung übernommen.

 

Der Entwurf der Bebauungsplanänderung wird mit Begründung, Planungsrechtlichen Festsetzungen, Örtlichen Bauvorschriften, Hinweisen und Fachbeitrag Artenschutz vom 21.  August 2017 bis einschließlich 29. September 2017 (Auslegungsfrist) beim Bürgermeisteramt Limbach, Hauptamt, EG, Zimmer Nr. 1, Muckentaler Str. 9, 74838 Limbach von Montag bis Donnerstag vormittags von 7.30 Uhr bis 12.00 Uhr, nachmittags von 13.00 Uhr bis 16.30 Uhr, Mittwoch nachmittags von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Freitag vormittags von 7.30  Uhr bis 13.00 Uhr zu jedermanns Einsicht öffentlich ausgelegt.

Während der Auslegungsfrist können - schriftlich oder mündlich zur Niederschrift - beim Bürgermeisteramt Limbach, Muckentaler Str. 9, 74838 Limbach Stellungnahmen abgegeben werden. Da das Ergebnis der Behandlung der Stellungnahmen mitgeteilt wird, ist die Angabe der Anschrift des Verfassers zweckmäßig.

 

Die Planunterlagen sowie die Bekanntmachung werden gemäß § 4a Abs. 4 BauGB im Zeitraum der Offenlegung auch auf der Homepage der Gemeinde Limbach (www.limbach.de: Rubrik: Rathaus & Service > Bekanntmachungen) bereitgestellt.

 

Die Aufstellung des Bebauungsplanes erfolgt im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB. Von der Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB und vom Umweltbericht nach § 2a BauGB wird deshalb abgesehen.

Es wird weiter darauf hingewiesen, dass nicht während der Auslegungsfrist abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können.

 

Limbach, den 11.  August 2017

 

Bruno Stipp, Bürgermeister

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