Gemeinde Limbach

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Aus der Arbeit des Limbacher Gemeinderates

Ein umfangreiches Programm hatte der Limbacher Gemeinderat in seiner Sitzung vor der Sommerpause abzuarbeiten.
Die geplante Erweiterung der Schule am Schlossplatz in Limbach erfordert eine Änderung des Bebauungsplans „Schlosswiesen“ aus dem Jahr 1974. Da die Änderungen nicht gravierend sind, kann das beschleunigte Verfahren nach § 13a BauGB zur Anwendung kommen. Der Planer Marius Bergmann von den IfK-Ingenieuren stellte die Ziele und Zwecke der Planung sowie das Plankonzept vor. Die Auswirkungen der Planänderung sind begrenzt. Die Problematik der Verschattung eines Wohnhauses in unmittelbarer Nachbarschaft wurde intensiv dargestellt und erörtert. Alternative Planungen bzw. Standorte für die Erweiterung der Schule waren eingehend untersucht worden. Aus wirtschaftlichen und pädagogischen Gründen sind diese aber nicht zum Tragen gekommen. Der Aufstellungsbeschluss zur Planänderung, die Zustimmung zum Plankonzept sowie die Freigabe für die Offenlegung und Bürgerbeteiligung wurden jeweils einstimmig gefasst.
Im beschleunigten Verfahren lief die 2. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans „Alte Gärten“ in Laudenberg. Die Hauptamtsleiterin Birgit Guckenhan stellte die Anregungen und Bedenken sowie die Behandlungsvorschläge der Verwaltung aus der Offenlegung und der Behördenanhörung vor. Gegenüber der ersten Anhörung gab es wenig Neues, sodass der Gemeinderat sich damit einverstanden zeigte und auch den Satzungsbeschluss einstimmig fasste.
Sehr zufrieden zeigte sich Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung mit dem Rechnungsergebnis 2016. Die gute gesamtwirtschaftliche Lage, aber auch eigene Anstrengungen sind nach Meinung von Bürgermeister ursächlich für die guten Ergebnisse der letzten Jahre. Kostendeckende Gebühren, gerade beim Wasser und Abwasser und sparsames und wirtschaftliches Handeln sind Leitlinien von Verwaltung und Gemeinderat. Ablesbar ist dies auch an den Personalkosten, die mit 1,4 Mio € zu Buche schlagen. Kämmerer Klaus Rhein präsentierte die wichtigsten Zahlen, letztmals nach der kameralen Methodik. Deutliche Zuwächse bei den Einnahmen aus dem kommunalen Finanzausgleich (+ 231.000 €) und den Einkommensteueranteilen (+ 44.000 €) sowie die Verbesserungen bei den eigenen Einnahmen bei den Gebühren (+ 85.000 €), den Verkaufserlösen (+ 89.000 €) und insbesondere bei der Gewerbesteuer (+ 282.000 €) sind am Ende ursächlich für eine Zuführung an den Vermögenshaushalt von rd. 2,2 Mio €. Damit wurden nicht nur ca. 320.000 € für die Schuldentilgung verwendet, sondern auch 35 größere und kleinere Investitionen finanziert. Das größte Projekt war der Komplettausbau des Mühlwegs in Heidersbach, gefolgt von der Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße von Laudenberg nach Scheringen, die 2016 mit rund 555.000 € zu Buche schlägt. Insgesamt wurden in den Ausbau der Infrastruktur in den 7 Ortsteilen rund 2,75 Mio € investiert. Auf die geplante Kreditaufnahme konnte verzichtet werden und der Rücklage konnte ein Betrag von 720.000 € zugeführt werden. Die Statements der Fraktionssprecher fielen entsprechend positiv aus. Der Dank des Bürgermeisters und des Gremiums ging an den Kämmerer und seinem Team für die aufschlussreiche Aufbereitung der Zahlen. Bürgermeister Bruno Stipp bezeichnete das gute Ergebnis als Gemeinschaftsleistung von Verwaltung, Gemeinderat und der gesamten Bürgerschaft.
Eine weitere Spende für die Sanierung des Vereinsheims in Balsbach wurde dankend angenommen.
Die vorgelegten Ingenieurverträge für die Verlegung der Wanderbahn im Bereich Laudenberg mit dem Büro Sack aus Adelsheim und die Architekten- und Ingenieurverträge für die Architekten und Fachplaner zum Projekt Umbau und Erweiterung der Schule am Schlossplatz fanden Zustimmung. Das Architektenbüro Bär, Stöcker, Stadelmann (BSS) aus Nürnberg hat in einer europaweiten Ausschreibung den Planungsauftrag erhalten. Die Fachplaner sind:
Büro Willhaug aus Mosbach für Heizung, Lüftung und Sanitär,
Büro IGS Schmitt aus Wagenschwend für Elektrotechnik und Fahrstuhlanlagen,
Büro Gramlich & Partner aus Limbach für Tragwerksplanung, Bauphysik und Vermessung,
IfK-Ingenieure aus Mosbach für Bebauungsplanänderung, Freianlagen, Abwasser, Wasser und Straßenbau
BBD Dentz aus Schönbrunn für vorbeugenden Brandschutz,
Wolfgang Niemesch aus Mudau für Sicherheits- und Gesundheitskoordination,
Müller Gastro Technik aus Hirschhorn für die Küchenplanung,
Büro Töniges aus Sinsheim für das Bodengutachten,
BVS Prüfingenieure BW für die Prüfstatik.
Die Baugesuche wurden wie die Verträge von Bauamtsleiter Uwe Grasmann vorgestellt und fanden die Zustimmung der Räte. Darunter war auch ein Antrag der Gemeinde zur Aufstellung von Containern für zwei Klassen im Randbereich des Park- und Festplatzes. Dies ist als Übergangslösung zu sehen, bis die Erweiterung umgesetzt ist.
Bei den Malerarbeiten an der verschindelten Fassade des Vereinsheims in Balsbach zeigte sich, dass viele Schindeln erneuert werden müssen. Der Gemeinderat genehmigte im Nachtrag die Erhöhung des Auftrags der Firma Christ um rd. 10.000 €. Die Gesamtkosten bleiben dennoch im Rahmen.
Die Verleihung des BoriS-Berufswahlsiegels an die Schule am Schlossplatz durch die Handwerkskammer für besondere Anstrengungen um die Studien- und Berufsorientierung wurde auch im Gemeinderat freudig aufgenommen.
Dies gilt auch für die beiden Gruppen der Abteilungswehren aus Balsbach und Laudenberg, die in Osterburken erfolgreich das Leistungsabzeichen in Bronze abgelegt haben.
In der Grundschule in Laudenberg wird ein elektronisches Schließsystem eingebaut. Der Gemeinderat stimmte der Vergabe an die Firma Riedt aus Mosbach zum Preis von 24.143 € zu.
Enttäuschung gab es über die Nachricht, dass neben beiden Anträgen auf Förderung von Erneuerung und Erweiterung von Kanälen in Laudenberg und Wagenschwend, auch die Anträge auf Erneuerung der Wasserleitungen abschlägig beschieden wurden. Man hofft 2018 hier zum Zuge zu kommen.
Ausgleichstockmittel wurden für den Anschluss des Rathauses an das Wärmenetz der Schule bewilligt. Auch der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Limbach und der Gehwegausbau in der Strümpfelbrunner Straße in Wagenschwend werden gefördert. Bei beiden letzteren Projekten müssen allerdings schmerzliche Abstriche in der Förderhöhe hingenommen werden, da eine Vielzahl von Anträgen eingereicht wurde und die Finanzsituation der Gemeinden sich verbessert hat.
Positives hatte der Bürgermeister von den Wasserschauen der Hochbehälter der Gemeinde und der Anlagen beider Wasserzweckverbände zu vermelden. Man spürt deutlich, dass die Gemeinde ihrem Auftrag ausreichend gutes Trinkwasser zu liefern gerecht wird.
Im Rahmen der Ertüchtigung der Kläranlage in Limbach soll nun doch noch ein Feinsiebrechen installiert werden, der jegliche sichtbaren Feststoffe vom Vorfluter abhält und die Entleerung des Beckens verbessert.
Der Bürgermeisterstellvertreter Gerhard Noe gab am Ende der Sitzung bekannt, dass die Verabschiedung von Bürgermeister Bruno Stipp und die Amtseinführung des neu gewählten Bürgermeisters/Bürgermeisterin am Mittwoch, 21. März 2018, in der Sporthalle Limbach stattfinden wird.

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